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MaerzMusik

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CONCERT: Maerzmusik

Zeitgeist

Teil 1

BRIAN FERNEYHOUGH

Time and Motion Study I
für Bassklarinette (1971-1977)

Time and Motion Study II
für singende Cellistin und Live-Elektronik (1973-1976)

Time and Motion Study III
für 16 Solostimmen mit Perkussion und Elektronik (1974)

Teil 2

IANNIS XENAKIS

Charisma
für Klarinette und Violoncello (1971)

Diamorphoses
für Tonband (1957)

Pour la Paix
[a]LIVE-Version für gemischten Chor, Sprecher und Tonband (1981)
Texte von Françoise Xenakis

Orient-Occident
für Tonband (1960)

Nuits
Phonèmes sumériens, assyriens, achéens et autres
für 12 Stimmen (1967)

Teil 3

ASHLEY FURE

Shiver Lung 2
für Perkussion und Live-Elektronik (2017) DE

Shiver Lung
für sieben Stimmen mit Perkussion und Live-Elektronik (2016) DE

„Zeitgeist“ präsentiert aktuelle und aktualisierte Musik seit den 1950er Jahren, die mit der Gegenwart korrespondiert. Brian Ferneyhoughs (*1943) „Time and Motion Studies“ erfassen den Zustand des modernen Menschen-Performers, der, umgeben von einem überwältigenden Maß an Reizen und Anforderungen, dem Diktat der Zeitknappheit und Effizienz unterworfen ist. Iannis Xenakis (1922–2001) bezieht in einer Reihe von Arbeiten für Stimmen und Tonband Stellung gegen Faschismus und Krieg. Ashley Fure (*1982) schließlich ringt in „Shiver Lung“ mit der beseelten Vitalität von Materie und dem immer lauter werdenden Grundrauschen umweltbezogener Ängste um uns herum.

Drei Generationen von Komponist*innen, deren scheinbar unzusammenhängende Werke und Ästhetiken sich am gemeinsamen Horizont jener Beunruhigungen treffen, die unsere widersprüchliche Gegenwart charakterisieren. Ein intensiver Abend mit dem Ensemble PHØNIX16, erfüllt von Stimmen, Instrumenten, Elektronik und Denkanstößen.

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Mit Unterstützung von Berliner Künstlerprogramm des DAAD

Haus der Berliner Festspiele

€ 20
SA 17.03.2018, 19:30

551 366 PHØNIX16

Review of PHØNIX16 at MaerzMusik

From Night Out Berlin:

Das Maximale an der Minimalmusik – MaerzMusik 2017 mit Julius Eastman, Catherine Christer Hennix Uriel Barthélémi

 

Auf dem Pre-Opening führte das Ensemble für contemporary and experimental vocal music PHØNIX16 die Uraufführung von ALLGEGENWART aus OMNIPRESENCE document1 von […] Jace Clayton aus New York auf. An der Wand ein großformatiges Foto von Julius Eastman und Petr Kotik während einer Aufführung mit dem S. E. M. Ensemble in der Albright-Knox Gallery in Buffalo Mitte der siebziger Jahre. Clayton führte das A-capella-Stück mit einer kleinen Rede über Musik im öffentlichen Raum in New York ein. Sein als Choral komponiertes Stück reagiert auf die sozialen Verhältnisse, die Armut und die Konflikte in New Yorker Vierteln. Damit knüpft er konzeptuell deutlich an Julius Eastman an, insofern es nicht um die Darstellung von Armut und Gewalt im öffentlichen Raum, sondern um die Einflussnahme auf die Lebensverhältnisse geht.  ALLGEGENWART, brillant von PHØNIX16 aufgeführt, nutzt Mittel des Kirchengesangs und der Fragmentierung liturgischer Texte, um eine positive Wirkung auf den schwierigen, öffentlichen Raum auszuüben.