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Review of Ultraschall in neues deutschland: Novum und Lichtblick

Das »Ultraschall«-Festival für Neue Musik stellte die Stimme in den Fokus

von Stefan Amzoll

 

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Phantastisch »Dodekameron« für zwölf Stimmen von 1970 [von Ivo Malec], ein Stück mit ungeheurer Ausdrucksdichte, Girlanden aus Silben, Vokalen, Atmern, Schreigebärden fliegen aus den Mündern, auch Schönheiten, für die Solopartien stehen. Ein Stück, als wäre es heute geschrieben und PHØNIX16 unter dem hervorragenden Dirigenten Timo Kreuser auf den Leib komponiert worden.

Sein [Vinko Globokar] Stück ist derart vital, sinnlich, improvisatorisch, freudvoll, ausgelassen, dass es allen Spielern und Sängern geradezu in die Körper fuhr. Hohe Spiel- und Singfreude. Die beiden ebenso wie die zwei Instrumentalisten im Raum verteilten Vokalquartette verlassen am Schluss ihre Positionen, treten in die Mitte des Saals und vollführen stimm- und bildkräftig slowenischen Reigentanz. Das geht lange, so lange, bis sie schließlich ihre Köpfe zusammenstecken, als bildeten diese ein Bündel der Verbrüderung. 1977 komponiert. Der Saal staunte. Welche hoffnungsvolle Szenerie. Ein erregendes Konzert.

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